1 Million Stifte im Monat – SPD-Frauen bei Ratioplast

von Brigitte Appel

Die Arbeitsgemeinschaft der Schwabacher SPD-Frauen (AsF) mit ihrer Vorsitzenden Caroline Linner, den Stadträtinnen Saskia Stadelmeyer, Gerda Braun und Evi Grau-Karg und einer Gruppe von 20 Damen und einigen Herren besuchte den Schwabacher Kunststoffverarbeitungsbetrieb Ratioplast. Dabei konnten sie sich einen Einblick verschaffen, wie Stifte hergestellt werden, die sich in fast jedem Schreibtisch oder in jeder Schublade befinden.

Der Familienbetrieb, 1974 von Lothar Sommer gegründet,  ist seit 1979 in der Spitalwaldstraße im Falbenholz ansässig. Mittlerweile hat Barbara Sommer die Geschäftsleitung von ihrem Vater übernommen.
Die Firma ist Hersteller von Schreib- und Markierstiften. Von der Abfüllung bis zur Montage und Etikettierung oder Runddruck im Siebdruckverfahren wird alles bei Ratioplast
selbst produziert. Ob zur Markierung eines Textes, zur Textilmarkierung oder Kreidemarker
zur Beschriftung von Tafeln – die Palette ist vielfältig.

Durch Investitionen, Erweiterungen der Produktionshallen und Anschaffungen von maschinellen Anlagen konnten die Kapazitäten erheblich gesteigert werden. So sind 50 Arbeitsplätze – angefangen wurde mit 2 Mitarbeitern – bei Ratioplast geschaffen worden, Tendenz weiterhin steigend.

Größte Abnehmer sind die bekannten Firmen Edding und Schneider. Außerdem ist es der Firma gelungen, sich einen weltweiten Kundenstamm zu sichern. Mittlerweile werden 2500 verschiedene Produkte hergestellt.

Ratioplast fertigt eine Vielzahl von Artikeln mit unterschiedlichen Formen, Farben, Inhalten und Verwendungszwecken. Die Herstellung von Kosmetikartikeln, wie beispielsweise Eyeliner oder Frenchliner – erhältlich von namhaften deutschen und französischen Kosmetikartikelkonzernen  – stellt einen immer größer werdenden Teil des Sortiments dar.
Für einige Spezialmarker hat Ratioplast sich sogar die Patente gesichert.
Monatlich werden ca. 1 Million Stifte bei Ratioplast hergestellt.

Viel Wert wird auf die Qualität gelegt. Diese ist Voraussetzung, um sich gegen die Billigprodukte aus Fernost zu behaupten. Da ist es nicht verwunderlich, dass viel Dokumentationsarbeit geleistet werden muss und Prüfvorgänge nötig sind, die sehr kostenintensiv sind. Eine auf den Kunden zugeschnittene Qualitätssicherung ist selbstverständlich.

Wie in anderen Betrieben herrscht auch bei Ratioplast Fachkräftemangel. So legt die Firma großen Wert auf die Ausbildung von Lehrlingen, die nach ihrer Ausbildung  übernommen und als Fachkräfte eingesetzt werden. Die Firma bildet derzeit drei Lehrlinge aus. Im September kommt ein weiterer hinzu. Dies nahmen die Besucher mit Freude auf. Sie zeigten sich sehr beeindruckt von Barbara Sommer und ihrer Firma Ratioplast, von deren Leistungsfähigkeit und dem sozialen Engagement gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Geschäftsführerin Sommer (Mitte) erläutert die moderne Produktion bei Ratioplast.

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