Caroline Linner (Mitte) mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und den anderen SPD-Delegierten aus Mittelfranken: links Alexander Pollmer (Nürnberger Land), 2. von links Thorsten Brehm (Stellvertretender Vorsitzender der NürnbergSPD), rechts die Erlanger Bundestagskandidatin Martina Stamm-Fibich
SCHWABACH – Als am Samstag in Berlin der Parteikonvent – der „kleine Parteitag“ der SPD – das Rentenkonzept der Partei beschlossen hat, war Caroline Linner aus Schwabach dabei. Ihre Haltung zu Fragen wie zum Beispiel dem künftigen Rentenkonzept diskutierte die Delegierte vorher mit der Schwabacher SPD bei einer Vorstandssitzung.
„Lieber die Löhne sichern – das sichert auch die Renten“, forderte Linner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Schwabach. Damit bringt die SPD Schwabach ihre grundsätzliche Forderung auf den Punkt: „Dazu müssen Mindestlöhne bezahlt werden“, so stellvertretender SPD-Vorsitzender Peter Reiß.
Zudem sei das neue Rentenkonzept, das die SPD vorbereitet hat, in Zeiten des demografischen Wandels mit immer weniger jungen Beitragszahlern und immer mehr Rentenempfängern ein wichtiger Schritt zur solidarischeren und gerechteren Rente. Die Ideen bedeuten, so Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger, eine deutliche Verbesserung zum bestehenden System.
Der abschlagsfreie Zugang zur Rente nach 45 Beitragsjahren ist ein Baustein dafür, die Einführung der Teilrente mit 60 Jahren ein weiterer. Parallel zum Mindestlohn soll eine Solidarrente eingeführt werden, die für langjährige Versicherte nicht unter 850 Euro sinken darf.
Insgesamt gelte die Maxime: Das Renten-Niveau darf bis 2022 nicht unter 50 Prozent sinken. Diese Festlegung ist auch für die Sozialdemokraten in Schwabach besonders wichtig.
Eine betriebliche Altersfürsorge muss, so sieht es das Konzept der SPD vor, der Arbeitgeber künftig anbieten. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer kann sie aber ablehnen. Für die Genossen in Schwabach ist diese Regelung nicht nur von Vorteil. Denn sie bedeute ein Konjunkturprogramm für die Finanzwirtschaft, „und auf die internationalen Finanzmärkte drängt eh schon immer mehr Geld“, wie Bezirkstagskandidat Reiß betonte. Die Fokussierung auf private Vorsorge sieht man in Schwabach auch bei der bisherigen Riester-Rente nicht nur positiv, denn davon, so Altbürgermeister Rudi Büttner, „profitieren vor allem Besserverdienende“.
Das Rentenkonzept der SPD wurde – auch mit der Zustimmung von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück – ohne Gegenstimmen beschlossen.
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