Trauer um Dieter Hildebrandt – Erinnerung an seine Auftritte bei den SPD-Kulturtagen

Auch wir trauern um Dieter Hildebrandt, Deutschlands größten Kabarettisten.
Dank des Einsatzes von SPD-Stadträtin Evi-Grau-Karg war er zwei mal bei den SPD-Kulturtagen zu Gast in Schwabach, zuletzt im September 2012 im voll besetzten Markgrafensaal. Hier beim Signieren seiner Bücher:

Zu den Gästen von Dieter Hildebrandt gehören auch Dr. Gerhard Brunner, Helgaa Schmitt-Bussinger, Evi Grau-Karg und Werner Sittauer (v.l.), die sich seine Bücher signieren lassen. Foto: Scherbel

Dieter Hildebrandt mit (von links) Stadtrat Dr. Gerhard Brunner, SPD-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger, Stellvertretender SPD-Vorsitzender Michael Arnold (im Hintergrund), Stadträtin und Kulturtage-“Chefin” Evi Grau-Karg, Stadtrats-Fraktionschef Werner Sittauer, Stadtratskandidatin Ulrike Dehner-Reimann

Hier der Bericht über seinen Auftritt von Carola Scherbel (September 2012):

Ein paar Dinge müssen einfach noch gesagt sein, bevor Dieter Hildebrandt anfängt. Und zwar schnell. Da sind zweieinhalb Stunden ruckzuck vorbei – von Steinbrück und Stoiber bis zur goldenen Pforte im Beerdigungsinstitut reihen sich die herrlich bösen Vor- und Randbemerkungen an- und ineinander und treiben uns die Lachtränen in die Augen. „Ich kann doch auch nichts dafür“, lacht der Grandseigneur des Kabaretts verschmitzt, legt noch einen Rentner-Rap aufs Bühnenparkett und ist leider schon wieder weg. Hoffentlich kommt er bald wieder. Weiterlesen

Für eine zukunftssichere Rente!

Caroline Linner (Mitte) mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und den anderen SPD-Delegierten aus Mittelfranken: links Alexander Pollmer (Nürnberger Land), 2. von links Thorsten Brehm (Stellvertretender Vorsitzender der NürnbergSPD), rechts die Erlanger Bundestagskandidatin Martina Stamm-Fibich

SCHWABACH – Als am Samstag in Berlin der Parteikonvent – der „kleine Parteitag“ der SPD – das Rentenkonzept der Partei beschlossen hat, war Caroline Linner aus Schwabach dabei. Ihre Haltung zu Fragen wie zum Beispiel dem künftigen Rentenkonzept diskutierte die Delegierte vorher mit der Schwabacher SPD bei einer Vorstandssitzung.

„Lieber die Löhne sichern – das sichert auch die Renten“, forderte Linner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Schwabach. Damit bringt die SPD Schwabach ihre grundsätzliche Forderung auf den Punkt: „Dazu müssen Mindestlöhne bezahlt werden“, so stellvertretender SPD-Vorsitzender Peter Reiß.

Zudem sei das neue Rentenkonzept, das die SPD vorbereitet hat, in Zeiten des demografischen Wandels mit immer weniger jungen Beitragszahlern und immer mehr Rentenempfängern ein wichtiger Schritt zur solidarischeren und gerechteren Rente. Die Ideen bedeuten, so Unterbezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger, eine deutliche Verbesserung zum bestehenden System.

Der abschlagsfreie Zugang zur Rente nach 45 Beitragsjahren ist ein Baustein dafür, die Einführung  der Teilrente mit 60 Jahren ein weiterer. Parallel zum Mindestlohn soll eine Solidarrente eingeführt werden, die für langjährige Versicherte nicht unter 850 Euro sinken darf.

Insgesamt gelte die Maxime: Das Renten-Niveau darf bis 2022 nicht unter 50 Prozent  sinken. Diese Festlegung ist auch für die Sozialdemokraten in Schwabach besonders wichtig.

Eine betriebliche Altersfürsorge muss, so sieht es das Konzept der SPD vor, der Arbeitgeber künftig anbieten. Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer kann sie aber ablehnen. Für die Genossen in Schwabach ist diese Regelung nicht nur von Vorteil. Denn sie bedeute ein Konjunkturprogramm für die Finanzwirtschaft, „und auf die internationalen Finanzmärkte drängt eh schon immer mehr Geld“, wie Bezirkstagskandidat Reiß betonte. Die Fokussierung auf private Vorsorge sieht man in Schwabach auch bei der bisherigen Riester-Rente nicht nur positiv, denn davon, so Altbürgermeister Rudi Büttner, „profitieren vor allem Besserverdienende“.

Das Rentenkonzept der SPD wurde – auch mit der Zustimmung von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück – ohne Gegenstimmen beschlossen.

car/mar

Pommesgabel contra Flüschterfuchs

 

Die Pommesgabel des Teufels zeigt Michael Krebs hochEs war dann doch nicht sein letzter Auftritt. Michael Krebs kann nach dem Abend bei den SPD-Kulturtagen im Bürgerhaus und nach seiner kurzen Nacht im Schwabacher Holiday Inn Hotel gottlob weiterhin Bühnen stürmen, Flügel entern und dabei die Pommesgabel des Teufels gegen den Flüschterfuchs verteidigen. Denn statt der Bombe lag nur Metallschrott neben dem Hotel, aber davon später.

SCHWABACH – Mal ganz abgesehen vom Metall im Boden gibt es an dem Abend ne Menge Metall auf die Ohren: Michael Krebs, Anfangdreißiger, dessen Angst vor dem Alter nur das lichter werdende blonde Haar verrät, ist ein fabelhafter Pianist, aber eben auch Metallica- und Kreator-Fan, begabter Sänger und Schauspieler plus begnadeter Texter. In Summe bietet er einen energiegeladenen Mix aus Musik, Comedy und Kabarett, darin eingekuschelt eine schwäbische Autobiografie.

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Neue Pläne für Asylunterkunft – SPD mit AWO im Gespräch

Wie geht es weiter mit der Unterbringung von Asylbewerbern in Schwabach? Bei einem Gespräch mit dem AWO-Geschäftsführer Rainer Mosandl und dem ehrenamtlichen Betreuer von Asylsuchenden, Daniel Wolfrum vom Integrationsrat, hat der Schwabacher SPD-Vorstand von den jüngsten Plänen der Regierung erfahren: Mehr Bewerber als bisher vorgesehen sollen untergebracht werden, und eine zweite Unterkunft in der Innenstadt ist dafür vorgesehen.

Ein Haus der AWO in der Nördlichen Ringstraße, das derzeit leer steht, aber in gutem Zustand ist, hat die Arbeiterwohlfahrt der Regierung von Mittelfranken als Unterkunft angeboten, berichtete Rainer Mosandl. Die Regierung hält das Haus zur Unterbringung von Asylsuchenden für geeignet.

In dem kleinen 38-Seelen-Dorf Schwarzach sollten nach dem Plan der Stadt Schwabach ursprünglich 38 Asylbewerber in einem früheren Jugendheim der evangelischen Kirche einquartiert werden. Dies hatte zu scharfer Kritik geführt. Die SPD forderte in einem Antrag an den Stadtrat die Suche nach einer Alternative und für den Fall, dass das Gemeinschaftsquartier Schwarzach nicht zu vermeiden sei, zumindest eine Busanbindung für die Flüchtlinge garantiert werde. Außerdem müsse ernsthaftes Integrationsbemühen durch weitere Gespräche mit Stadt-, Kirchen- und örtlichen Vertretern verfolgt werden. Weiterlesen

Hü und Hott und kein Konzept

MdB Martin Burkert spart bei SPD nicht mit Kritik an der Bundesregierung

SCHWABACH – Ob Eurorettung, Energiewende oder Rentenpolitik: Kein gutes Haar ließ MdB Martin Burkert bei der Mitgliederversammlung der SPD Schwabach an der Berliner Koalitionsregierung. Für die Region will er sich weiter dafür starkmachen, so versprach der Abgeordnete den rund 50 Besuchern im Gemeinschaftshaus Vogelherd, endlich eine S-Bahn-Nachtlinie von Nürnberg Richtung Roth einzurichten. Applaus und Zuspruch der Genossen stärkten dem Abgeordneten auch den Rücken für seine erneute Nominierung am 20. September als Kandidat für die Bundestagswahl.

Zögern, Blockieren, mal hü und mal hott: Die Kanzlerin sei nicht Problemlöserin, sondern schaffe ständig neue, sagte Martin Burkert. Beispiel Finanzkrise: Die Bundesregierung schaffe es nicht, den Teufelskreis aus instabilen Finanzmärkten, Spekulation und hohen Staatsschulden zu durchbrechen. Burkert: „Wir müssen ein Europa schaffen, das nicht mehr finanziell angreifbar ist.“  Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier hätten bereits 2008 einen 14-Punkte-Plan zur Finanzmarktregulierung vorgelegt (mit höherer Eigenkapitalquote der Finanzinstitute, Verbot von Leerverkäufen, stärkerer Finanzaufsicht, einer europäischen Rating-Agentur und einer straffen Regulierung von Hedgefonds).

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