Von links: SPD-Vorsitzende Helga Schmitt-Bussinger, Raymond Borg, Dieter Spetzke, AfA-Vorsitzender Martin Feile, Uwe Blumenstock, Karl-Heinz Appel und Stadtrat Martin Sauer
Neuwahl bei der AfA
Wahlen standen bei der Jahresversammlung der Schwabacher SPD-Arbeits-gemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) an. Zu Gast war außerdem Dieter Spetzke, Vorsitzender der mittelfränkischen SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen.
Diese Arbeitsgemeinschaft ist die größte in der SPD, betonte Spetzke, sie sei eine Plattform für engagierte Arbeitnehmer, Betriebs- und Personalräte sowie für Mitglieder der Gewerkschaften. Spetzke ergänzte, dass die AfA auch offen für alle Interessierten und Nichtmitglieder sei, die sich dem Leitmotiv „Gute Arbeit und soziale Gerechtigkeit“ verbunden fühlen.
Als zentrales Thema für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bezeichnete Spetzke den Mindestlohn. Die Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger und der Vorsitzende der Schwabacher AfA, Martin Feile, ergänzten, dass der angestrebte Mindestlohn von 8,50 Euro sicherstellen soll, dass die Menschen von ihrer Arbeit in Würde leben können. Auch der Staatshaushalt würde dadurch entlastet, da einerseits das Aufstocken entfallen könnte und andererseits durch höhere Löhne mehr Steuereinnahmen und Sozialbeiträge zu erwarten seien. Spetzke betonte, der Mindestlohn sei keine Konkurrenz zu den Tarifverträgen, sondern sichert eine Lohnuntergrenze in tariflosen Branchen.
Neu zur Seite als Stellvertreter stehen dem wiedergewählten Vorsitzenden Martin Feile: Karl-Heinz Appel, Raymond Borg und Uwe Blumenstock. Karl-Heinz Appel, der auch im Vorstand der MittelfrankenAfA ist, wies auf den zu hohen Anteil von befristeten Verträgen im öffentlichen Dienst hin. Hier müsse eigentlich der Freistaat mit gutem Beispiel vorangehen und für sichere Beschäftigungsverhältnisse sorgen.
Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wird zunehmend mehr Flexibilität verlangt. Da passt es laut Feile überhaupt nicht zusammen, dass seit über 20 Jahren die steuerfreien Spesensätze bei Dienstreisen unverändert blieben und von der Kohl-Waigel-Regierung sogar gekürzt wurden. Damit die Beschäftigten bei Dienstreisen nicht draufzahlen, müsse mindestens der Inflationsausgleich gewährt werden, waren sich die Schwabacher Arbeitnehmervertreter einig.










